Rente

Experten schlagen „Boomer-Soli“ vor:  So soll die Rente gesichert werden

Bald gehen die geburtenstarken Jahrgänge der 50er und 60er Jahre in Rente. Um das System zu entlasten, wird ein „Boomer-Soli“ diskutiert.

Experten wollen mit dem „Boomer-Soli“ die Rentenkassen entlasten.
Experten wollen mit dem „Boomer-Soli“ die Rentenkassen entlasten.dpa/Lino Mirgeler

Um die Rentenkassen zu entlasten, wenn die geburtenstarken Jahrgänge aus den 50er und 60er Jahren ihre Arbeit niederlegen, schlagen Experten einen sogenannten „Boomer-Soli“ vor. So könnten die Kassen stabilisiert werden, ohne  die Jüngeren direkt mehr zu belasten.

Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) machten in ihrem Wochenbericht zwei Vorschläge, um den Eintritt der „Boomer“ in den Ruhestand, vor allem in Hinblick auf die Rentenkassen, zu entlasten. Der „Boomer-Soli“, eine Sonderabgabe auf alle Alterseinkünfte ab einer gewissen Höhe, wäre unmittelbar umsetzbar.

Sonderabgabe kann rasch umgesetzt werden

Die Einnahmen sollten nicht in den allgemeinen Bundeshaushalt fließen, „sondern in ein Sondervermögen, das für die Umverteilung der Alterseinkünfte geschaffen wird und nur für deren Zweck verwendet werden darf“, so Experten der Wirtschaftsforschung. Eine Umsetzung der Sonderabgabe würde nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch nehmen und wäre schnell umsetzbar.

Vorgeschlagen werden Freibeträge, vor allem das oberste Einkommensfünftel würde belastet. So oder so wird auf die Regierung in den nächsten Jahren viel Arbeit zukommen. Die Sicherungsfunktion der Rente zu erhalten, den Lebensstandard im Alter zu garantieren und gleichzeitig die Finanzierung zu stemmen, bedeute große finanzielle Herausforderungen.