Der Berliner Senat hat entschieden, dass für die Fußball-Weltmeisterschaft im Juni und Juli für Public Viewings Ausnahmen bei der Nachtruhe gelten. Fans können unter anderem die meisten WM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft in Berlin länger im Freien verfolgen. Die Regelung gilt allerdings nur für Partien, die bis einschließlich 22 Uhr angepfiffen werden.
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat eine neue Verordnung verabschiedet, die längere Übertragungszeiten bei öffentlichen Fußballveranstaltungen ermöglicht. Wie die Behörde mitteilte, können Gaststätten mit Außengastronomie Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko, Kanada und den USA bis zum Ende der jeweiligen Spiele zeigen, sofern sie innerhalb der zugelassenen Zeiten beginnen.
Berliner Türkei-Fans haben das Nachsehen
Die Nachtruhe zwischen 22 Uhr und sechs Uhr bleibt jedoch bestehen, sodass Partien mit späterem Anstoß, wie etwa zwei der drei Vorrundenspiele der Türkei gegen die USA und Paraguay, teilweise oder gänzlich nicht öffentlich übertragen werden dürfen. Die Regelung gilt auch für die DFB-Pokalfinals der Frauen und Männer im Mai in Berlin.
Senatorin Ute Bonde erklärte, sie wünsche sich ein friedliches und respektvolles Miteinander während der Spiele. Der Rat der Bürgermeister hatte die Verordnung zuvor einstimmig beschlossen, wodurch sie rechtzeitig vor den Großereignissen in Kraft tritt.
Spiele der DFB-Auswahl: Nach der Vorrunde wird es eng
Für die deutsche Nationalmannschaft beginnt die WM am 11. Juni mit einem Vorrundenspiel gegen Curaçao um 19 Uhr. Die weiteren Vorrundenspiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador starten jeweils um 22 Uhr. Halbfinale, Finale und das Spiel um Platz drei liegen ebenfalls innerhalb der für Public Viewing erlaubten Zeiten. Je nach Ausgang in der Deutschland-Gruppe E könnten jedoch das Sechzehntelfinale sowie das Achtelfinale mit DFB-Beteiligung zu spät beginnen und würden damit unter die Nachtruhe fallen.


