Kriminalität

Gewalt im Berliner Wahlkampf – Unbekannter greift AfD-Abgeordneten an

In Berlin ist es wohl zu einer Attacke auf den Wahlkampfstand der AfD gekommen. Der Abgeordnete Marc Vallendar erstattete Anzeige wegen Körperverletzung.

Der Abgeordnete Marc Vallendar von der AfD soll bei einer Wahlkampfveranstaltung geschlagen worden sein.
Der Abgeordnete Marc Vallendar von der AfD soll bei einer Wahlkampfveranstaltung geschlagen worden sein.Jens Kalaene

Ein unbekannter Mann hat am heutigen Mittag gegen 11.45 Uhr einen Wahlkampfstand der AfD in der Berliner Wilmersdorfer Straße attackiert und dabei den Abgeordneten Marc Vallendar mit einem Faustschlag ins Gesicht verletzt, wie die Partei mitteilt.

Demnach soll der Angreifer den Inhalt einer Cola-Dose über den Infostand der Partei geschüttet haben.  Als Vallendar versuchte, den Mann daran zu hindern, schlug dieser ihm mit der Faust ins Gesicht. Anschließend flüchtete der Täter. Parteifreunde und zufällig anwesende Zeugen nahmen die Verfolgung auf, konnten den Mann jedoch nicht stellen.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Der AfD-Politiker erstattete nach dem Eintreffen der Polizei Anzeige wegen Körperverletzung. Nach Angaben der Partei liegt verwertbares Bildmaterial vor, das eine Fotofahndung nach dem bislang unbekannten Täter möglich machen soll.

Vallendar, der auch als rechtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus fungiert, ordnete den Vorfall politisch ein: „Gewalttaten wie diese sollen die politische Willensbildung torpedieren. Dies wird nicht gelingen." Er machte die „radikalisierte politische Linke" für die aus seiner Sicht wachsende Gefahr für das Gemeinwesen verantwortlich.

Zu den genauen Umständen der Tat, möglichen weiteren Verletzungen Vallendars oder zur Identität des Angreifers liegen bislang keine weiteren Informationen vor. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

Bisher keine relevante politische Gewalt im laufenden Berliner Wahlkampf

Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September 2026 statt. Bisher gibt es keine belastbar dokumentierten Serien oder Übersichten von Angriffen auf Infostände im laufenden Wahlkampf 2026.

Lediglich am 27. Februar 2026 wurde in Berlin-Wilmersdorf das CDU-Wahlkreisbüro von Sandra Khalatbari beschmiert.

Anders sah es dagegen im Bundeswahlkampf im vergangenen Jahr aus. Hier wurden 251 Straftaten im Wahlkampfkontext registriert.