Die Berliner Polizei hat am Sonntagabend und in der Nacht zu Montag mit über 250 Einsatzkräften umfassende Kontrollen in sieben Gaststätten und ähnlichen Betrieben durchgeführt. Hintergrund der Maßnahme sind immer wieder auftretende Schusswaffenvorfälle im öffentlichen Raum. Zuvor berichtete auch die B.Z.
Ein Schwerpunkt der Aktion war ein Lokal in der Bellermannstraße im Bezirk Gesundbrunnen. Dort durchsuchten die Beamten, unterstützt durch die Zustimmung des Betreibers, die Räumlichkeiten. In einer Toilettenkabine fanden sie eine Schreckschusswaffe. Außerdem wurden zwei Einhandmesser sowie Kokain sichergestellt. Im weiteren Verlauf entdeckten die Einsatzkräfte eine scharfe Schusswaffe, eine scharfe Patrone und mutmaßliche Tatkleidung.
Insgesamt wurden bei den Kontrollen 198 Personen überprüft. Gegen 95 von ihnen veranlasste die Polizei freiheitsbeschränkende Maßnahmen, darunter vorläufige Festnahmen. Ein 47-jähriger Mann wurde festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Zwei weitere Männer – gegen die ein Haftbefehl vorlag – wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen.
Polizei will Maßnahmen konsequent fortsetzen
Stadtweit kontrollierten die Einsatzkräfte 105 Fahrzeuge und stellten ein Auto sicher. Insgesamt leitete die Polizei 17 Strafverfahren ein. Die Vorwürfe betreffen unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie das Betäubungsmittelgesetz.
Die Maßnahme wurde von der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) „Ferrum“ durchgeführt, die gezielt gegen Waffengewalt und organisierte Kriminalität in Berlin vorgeht. Seit der Gründung der Einheit am 14. November dieses Jahres wurden laut Polizei insgesamt 4361 Personen kontrolliert und 2672 Fahrzeuge überprüft. In diesem Zeitraum kam es zu 3106 freiheitsbeschränkenden Maßnahmen.
Die Polizei will nach eigenen Angaben mit solchen Einsätzen das Sicherheitsgefühl in der Stadt stärken und die organisierte Kriminalität nachhaltig zurückdrängen. Ein Sprecher der BAO „Ferrum“ erklärte, dass die Maßnahmen konsequent fortgesetzt werden sollen, um die öffentliche Ordnung und Sicherheit in Berlin zu gewährleisten.


