Hass-Postings

Olympische Winterspiele: Ermittlungen nach Hasskommentaren gegen deutsche Olympia-Athleten

Ein KI-System filterte bereits über 1300 beleidigende Zuschriften an das deutsche Olympia-Team heraus. Die Staatsanwaltschaft geht jetzt gegen die Urheber vor.

DOSB-Präsident Thomas Weikert (M) spricht mit Skispringerin Katharina Schmid (l), die zugeschaltet ist.
DOSB-Präsident Thomas Weikert (M) spricht mit Skispringerin Katharina Schmid (l), die zugeschaltet ist.Peter Kneffel/dpa

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Verfasser von Hasskommentaren eingeleitet, die sich gegen deutsche Teilnehmer der Olympischen Spiele richten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) teilte mit, dass bereits mehr als 1300 problematische Zuschriften und Kommentare identifiziert wurden. Mehrere dieser Fälle werden nun strafrechtlich geprüft.

DOSB-Präsident Thomas Weikert betonte die Bedeutung des Schutzes für die Athleten: Wer für Deutschland antrete, verdiene größtmöglichen Schutz, erklärte er, wie der MDR berichtet.

Sportler sind zunehmend digitalen Angriffen ausgesetzt

Zum Schutz der Sportler setzt der DOSB ein System mit Künstlicher Intelligenz ein. Diese Technologie analysiert eingehende Nachrichten und Kommentare in Echtzeit und filtert automatisch Beleidigungen, Drohungen sowie rassistische und sexistische Inhalte heraus. Dadurch werden die Athleten vor direkter Konfrontation mit den feindseligen Botschaften bewahrt.

Die hohe Zahl der gefilterten Nachrichten verdeutlicht das Ausmaß des Problems: Sportler sind zunehmend digitalen Angriffen ausgesetzt, die von persönlichen Beleidigungen bis hin zu strafrechtlich relevanten Drohungen reichen. Die Kombination aus technischer Filterung durch KI und juristischer Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft soll nun sowohl präventiv wirken als auch Täter zur Rechenschaft ziehen.