Der australische Snowboarder Cam Bolton hat sich bei einem Trainingssturz während der Olympischen Winterspiele in Milano Cortina das Genick gebrochen. Das teilte die Chefin der australischen Delegation, Alisa Camplin, am Mittwoch mit. Der 35-Jährige wurde am Dienstag per Hubschrauber in ein Mailänder Krankenhaus geflogen.
„Cam wollte, dass seine Teamkollegen verstehen, was passiert ist und dass es ihm gut geht“, sagte Camplin vor Medienvertretern in Italien weiter. Bolton sei trotz der Schwere der Verletzung guter Dinge, seine Frau sei bereits bei ihm.
Nach dem Unfall konnte er zunächst selbstständig gehen und wurde vom medizinischen Team vor Ort behandelt. Erst am nächsten Tag klagte er über zunehmende Nackenschmerzen. Eine CT-Untersuchung ergab zwei Halswirbelbrüche.
Boltons Traum von Olympia beendet
Der Athlet, der bei seinen vierten Olympischen Winterspielen antrat, ist damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Das australische Team hat James Johnstone als Ersatz nominiert.
Bolton ist nicht das einzige australische Verletzungsopfer. Snowboarderin Misaki Vaughan fiel nach einem Kopftrauma durch den Gesundheitstest und darf mindestens sieben Tage nicht starten. Zudem verletzten sich Aerials-Favoritin Laura Peel und Freeskierin Daisy Thomas bereits vor den Spielen am Knie.
„Mein Herz bricht für sie – ich weiß, wie viel Arbeit in einem olympischen Traum steckt“, sagte Camplin.
Zuvor hatte ein schwerer Sturz der US-Skirennsportlerin Lindsey Vonn für Bestürzung gesorgt. Die 41-Jährige war am Sonntag nach nur 13 Sekunden auf der Olimpia delle Tofane gestürzt und hatte sich einen komplizierten Knochenbruch am Bein zugezogen. Sie war mit einem Ende Januar erlittenen Kreuzbandriss im linken Knie ins Rennen gegangen.


