Ermittlungen

Norwegen: Explosion an US-Botschaft in Oslo

An der US-Botschaft in der norwegischen Hauptstadt Oslo ereignete sich eine Explosion. Zeugen berichteten von aufsteigendem Rauch. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Polizeifahrzeuge vor der US-Botschaft in Oslo
Polizeifahrzeuge vor der US-Botschaft in OsloJavad Parsa/NTB/AFP

In der norwegischen Hauptstadt Oslo hat sich in der Nacht zum Sonntag eine Explosion an der US-Botschaft ereignet. Der Vorfall verursachte leichte Schäden am Eingang des Konsularbereichs, Verletzte gab es nach Angaben der Polizei nicht. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Die Osloer Polizei leitete unmittelbar nach dem Vorfall umfangreiche Ermittlungen ein. „Es wurden Untersuchungen am Tatort mit Hilfe von Hunden, Drohnen und einem Hubschrauber durchgeführt, um nach einem oder mehreren potenziellen Tätern zu suchen“, teilte die Polizei laut Reuters in einer Erklärung mit. Weitere Sprengkörper seien im Umfeld der Botschaft nicht gefunden worden.

Polizei: „Keine Anzeichen“ für Zusammenhang mit Iran-Krieg

Die Detonation wurde gegen 1 Uhr Ortszeit registriert, wie der norwegische Sender TV2 berichtet. Polizeivertreter Mikael Dellemyr erklärte, die Polizei werde sich zunächst nicht „zu Details wie der Art des Schadens, den Explosionsursachen und Ähnlichem äußern“. Es gebe aber eine Vermutung, was den Vorfall ausgelöst haben könnte. Derzeit würden Zeugen befragt, ein Bombenkommando sei vor Ort im Einsatz.

Augenzeugen berichteten von aufsteigendem Rauch über dem Areal. „Es lag eine sehr dichte Rauchschicht auf der Straße“, sagte ein 18-jähriger Schüler gegenüber Reuters, der zum Zeitpunkt des Vorfalls mit dem Auto an der Botschaft vorbeifuhr. Ein weiterer Zeuge, Kristian Wendelborg Einung, der mit Freunden in der Nähe auf ein Taxi wartete, schilderte TV2, er habe „drei Explosionen gespürt, die den Boden zum Beben brachten“.

Im Rahmen der jüngsten militärischen Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran wurden mehrere US-Vertretungen in der Nahostregion angegriffen. Dellemyr wies entsprechende Spekulationen über einen Zusammenhang zurück: „Wir bringen ihn nicht mit dem Konflikt in Verbindung. Dafür ist es noch viel zu früh“, sagte er. Es gebe bislang „keine Anzeichen“ für eine Verbindung zum Iran-Krieg. (mit AFP)