In Berlin ist erneut eine Brücke für marode erklärt und teilweise gesperrt worden. Wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Berlin am Freitag mitteilte, wurden bei den jüngsten Prüfungen an der Neuen Gertraudenbrücke in Berlin-Mitte Schäden festgestellt, die ab sofort zu Verkehrseinschränkungen führen.
Die Brücke darf daher nur noch von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen befahren werden. Die Lastbeschränkung gilt auch für den Busverkehr der BVG. Einsatz- und Rettungsfahrzeugen kann die Überfahrt ermöglicht werden.
Marode Neue Gertraudenbrücke: BVG-Busse werden umgeleitet
Die Neue Gertraudenbrücke überführt im Zuge der Leipziger Straße, Gertraudenstraße und des Mühlendamms den Spreekanal.
Aufgrund festgestellter Bemessungsdefizite im Hinblick auf Ermüdung beim damaligen Bau unterlag die Brücke bereits jährlichen Sonderprüfungen. Allerdings wurde bei der letzten Überprüfung eine starke Durchbiegung beim Überqueren von schweren Fahrzeugen festgestellt. Zudem gibt es Hinweise auf Ermüdungsrisse von Schweißnähten der Längsträger an der Bauwerksunterseite.
Anfang des neuen Jahres werden die Stellen einer eingehenden Sonderprüfung unterzogen und die weiteren Schritte mit den Bauwerksprüfern und Statikern festgelegt. Die Arbeiten werden umgehend mit sofortiger Wirkung umgesetzt. Mit Verkehrsbehinderungen muss gerechnet werden. Betroffen sind die Buslinien der 200, 248, N2 und N42 der BVG. Sie müssen umgeleitet werden.
- Linie 200: zwischen U-Bahnhof Rotes Rathaus und Leipziger Straße/Wilhelmstraße via Werderscher Markt
- Linie 248: zwischen S- und U-Bahnhof Alexanderplatz und U Spittelmarkt bzw. Lindenstraße/Oranienstraße
- Linie N2: zwischen U-Bahnhof Rotes Rathaus und Leipziger Straße/Wilhelmstraße via Werderscher Markt
- Linie N42: zwischen U-Bahnhof Rotes Rathaus und Jüdisches Museum via U Moritzplatz


