Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut klargestellt, dass es keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gibt. Anlass ist eine neue Auswertung eines internationalen Expertengremiums zur Impfstoffsicherheit, das die verfügbare Studienlage umfassend geprüft hat. Das Ergebnis: Auf Basis der vorliegenden Daten gibt es keinen Hinweis darauf, dass Impfstoffe die Entwicklungsstörung verursachen.
Der Ursprung des hartnäckigen Verdachts reicht zurück in die 1990er-Jahre. Damals sorgte eine Studie für Aufsehen, die nahelegte, die Masern-Mumps-Röteln-Impfung könne Autismus auslösen. Die Arbeit wurde später wegen gravierender methodischer Mängel und manipulierter Daten zurückgezogen, dem verantwortlichen Hauptautor die ärztliche Zulassung entzogen. Eine belastbare wissenschaftliche Grundlage für die Behauptung existierte nicht.
In der aktuellen Analyse wurden 31 internationale Studien ausgewertet, die zwischen 2010 und 2025 veröffentlicht wurden. Sie untersuchten sowohl Impfstoffe mit Thiomersal als auch Vakzine mit Aluminium-Zusätzen. Auch hier fand sich kein Hinweis auf einen Zusammenhang mit Autismus.


