Die seit Anfang Januar vermisste 16-jährige Laura ist in Berlin aufgefunden worden. Sie lief von ihren Eltern aus der Patras, einer Küstenstadt im südlichen Griechenland, weg. Wie die Polizei Berlin gegenüber Merkur bestätigte, wurde die Jugendliche am Donnerstagnachmittag, bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle zufällig entdeckt.
Die Beamten erkannten das Mädchen und übergaben sie dem Jugendamt. Sie wurde in einer Einrichtung für Minderjährige untergebracht. Dort wurde sie laut der griechischen Zeitung Kathimerini von einem Arzt und einem Psychiater untersucht.
Ein Handysignal führte die Ermittler nach Berlin
Laura war am 8. Januar aus ihrem Zuhause in Patras verschwunden, wo sie mit ihren aus Deutschland ausgewanderten Eltern lebte. Sie nahm ein Taxi nach Athen, kaufte sich dort in einem Reisebüro ein Flugticket und flog mit einer Lufthansa-Maschine nach Frankfurt.
Griechischen Medien berichteten, dass dortigen Behörden Laura in Hamburg vermuteten. Dort hatte die Familie zuletzt in Deutschland gelebt. Aber ihre Spur verlor sich. Am 9. Februar orteten die Behörden ein Signal ihres Handys in Berlin. Daraufhin konzentrierte sich die Suche auf die Hauptstadt.
Rückkehr nach Griechenland noch offen
Warum die Deutsche von zu hause fortlief ist bisher nicht abschließend geklärt. Laut griechischen Medienberichten haderte die Jugendliche mit dem Leben im Ausland. Eine Freundin sagte, der Wechsel von Deutschland nach Griechenland sei für Laura sehr schwierig gewesen – die neue Sprache, die Schule, fehlende Freunde.
Ihr Vater befinde sich laut der grichischen Zeitung Kathimerini seit drei Wochen in Deutschland, habe aber noch keinen Kontakt zu ihr. Bei wem Laura in Berlin wohnte, wird von den Behörden nicht mitgeteilt. Da sie freiwillig ausgereist sei, liege laut Polizei keine Straftat vor. Das Jugendamt soll nun gemeinsam mit der 16-Jährigen entscheiden, ob sie nach Griechenland zurückkehrt.


