Griechenland

DW streicht griechischen Dienst – Diskussion um Pressefreiheit verschärft sich

Nach 60 Jahren stellt die Deutsche Welle ihren griechischsprachigen Dienst ein. Sparzwänge beenden ein historisch bedeutendes Kapitel – mit politischer Signalwirkung.

Proteste im Ruhrgebiet gegen die griechische Militärjunta, 1970er-Jahre
Proteste im Ruhrgebiet gegen die griechische Militärjunta, 1970er-JahreKlaus Rose/IMAGO

In diesen Tagen sorgt eine Entscheidung der Deutschen Welle für Aufsehen. Der öffentlich-rechtliche deutsche Auslandsrundfunk stellt seinen griechischsprachigen Dienst nach mehr als sechs Jahrzehnten zum 1. Januar 2027 ein. Grund hierfür sind tiefgreifende Budgetkürzungen im Bundeshaushalt, die die DW zwingen, 21 Millionen Euro einzusparen.

Die Kürzungsmaßnahmen betreffen nicht nur einen Senderdienst. Allerdings ist Griechisch die einzige Sprache, deren Angebot komplett eingestellt wird. Dies sorgt in Griechenland für Diskussionen. Und das nicht nur, weil eine traditionsreiche journalistische Stimme verstummt, sondern auch, weil damit ein historisch relevantes Kapitel endet.

Berliner Zeitung

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