Die Ölverladung im Hafen von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist am Montag nach einem erneuten Drohnenangriff ausgesetzt worden. Eine Drohne hatte ein Feuer in der Erdöl-Industriezone des Emirats Fujairah ausgelöst, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Zivilschutzeinheiten arbeiteten daran, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Verletzte oder Todesopfer wurden bislang nicht gemeldet.
Seit Beginn der Luftangriffe Israels und der USA auf den Iran am 28. Februar 2026 attackiert Teheran verstärkt Ziele in Israel sowie US-Stützpunkte und kritische Infrastruktur in den mit den USA verbündeten Golfstaaten.
Zweiter Angriff in wenigen Tagen
Es ist bereits die zweite schwere Störung an dem Hafen innerhalb kurzer Zeit. Erst am Sonntag war der Betrieb wieder angelaufen, nachdem ein vorausgegangener Angriff am Wochenende die Verladevorgänge zum Erliegen gebracht hatte.
Fujairah liegt an der Ostküste der VAE, unmittelbar außerhalb der Straße von Hormus, und zählt zu den wichtigsten Umschlagplätzen für Schiffstreibstoff weltweit. Über den Hafen werden nach Reuters-Angaben üblicherweise rund eine Million Barrel des emiratischen Murban-Rohöls pro Tag verladen – ein Volumen, das etwa einem Prozent der weltweiten Nachfrage entspricht.
Straße von Hormus unter Druck
Die wiederholten Angriffe verschärfen eine ohnehin angespannte Lage in der Region. Der andauernde militärische Konflikt zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits beeinträchtigt den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erheblich.
Durch die schmale Meerenge zwischen Iran und Oman passiert unter normalen Umständen rund ein Fünftel des globalen Ölangebots. Dass nun auch ein zentraler Ausweichhafen außerhalb dieser Meerenge wiederholt ausfällt, dürfte die Nervosität auf den internationalen Energiemärkten weiter verstärken.


