In Brandenburg hat sich der Landtagsfraktionschef der AfD angesichts einer geplanten Veranstaltung mit Martin Sellner hinter den Rechtsextremisten gestellt. „Ich sehe nicht ein, dass Martin Sellner jetzt eine Unperson ist und dass es ein Verbrechen ist, sich mit Martin Sellner zu treffen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Hans-Christoph Berndt.
In der AfD hatte eine Veranstaltung am 22. Januar in Luckenwalde für Debatten gesorgt. Die Landtagsabgeordnete Lena Kotré hatte eine Veranstaltung mit dem Titel „Remigration in Theorie und Praxis“ mit Sellner als Gast angekündigt. Ebenfalls anwesend hätte Kotrés Ehemann, der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré, sein sollen. Nach einem Telefonat zwischen Steffen Kotré und den AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie Brandenburgs AfD-Landeschef René Springer wurde der Termin aber abgesagt.
AfD in Brandenburg als rechtsextremistisch eingestuft
Lena Kotré teilte parallel zu der Absage mit, dass Sellner sie zu einer zeitgleichen Veranstaltung mit fast gleichnamigem Titel eingeladen habe. „Seine Veranstaltung findet zufällig ebenfalls am Donnerstag, dem 22.01.2026 um 19:00 Uhr statt“, schrieb Kotré auf der Plattform X. Zu dieser Veranstaltung haben sich Weidel und Chrupalla bislang nicht geäußert.
AfD-Fraktionschef Berndt kritisierte nicht das Treffen, aber eine fehlende vorherige Absprache: Er glaube, „dass es eben wirklich nicht klug ist, ich glaube, politisch nicht klug ist, solche Termine im Alleingang auf den Weg zu bringen“.


