ÖPNV

Nach BVG-Streik in Berlin: Busse und Bahnen fahren wieder

Für 24 Stunden hatten die Mitarbeiter der BVG die Arbeit niedergelegt. Am frühen Dienstagmorgen hat der Nahverkehr wieder den Betrieb aufgenommen.

Am Streiktag fuhren Straßenbahnen nur, um die Oberleitungen vor erneuter Vereisung zu schützen.
Am Streiktag fuhren Straßenbahnen nur, um die Oberleitungen vor erneuter Vereisung zu schützen.Emmanuele Contini/Berliner Zeitung

Nach dem bundesweiten Arbeitsausstand sind die U-Bahnen, Trams und Busse in Berlin an diesem Dienstagmorgen wieder in Betrieb. Wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten, lief zum Betriebsbeginn um 3 Uhr morgens alles wieder normal. „Inzwischen sind die gelben Busse und Bahnen in Berlin wie gewohnt unterwegs“, hieß es.

Alle Straßenbahnen sind demnach wieder in Betrieb. Der Verkehr habe dank vor dem Streik vereinbarter „Enteisungsfahrten“ auf allen Linien wieder aufgenommen werden können. Der Konzern hatte sich mit der Gewerkschaft Verdi darauf geeinigt, dass einige Straßenbahnen während des Streiks ohne Fahrgäste das Netz befahren dürfen. Grund dafür war die Sorge davor, dass Oberleitungen erneut vereisen und das Netz lahmlegen würden.

Zu Beginn der vergangenen Woche hatte die BVG den gesamten Straßenbahnverkehr einstellen müssen, nachdem die Leitungen eingefroren waren. Die Enteisungsarbeiten dauerten mehrere Tage und noch am Freitag gab es auf vereinzelten Straßenbahnlinien noch Störungen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte vergangenen Freitag zu dem bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen – auch 16 Verkehrsbetriebe in Brandenburg waren betroffen. Am 18. Februar findet die nächste Verhandlungsrunde im Tarifstreit mit den Ländern statt.