Die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern ist vollständig zugefroren. Seit Anfang der Woche sei die Eisdecke des 113 Quadratkilometer großen Sees geschlossen, bestätigte Domenik Oldenburg vom Wasser- und Schifffahrtsamt Elbe. Das Randeis misst demnach etwa 20 bis 25 Zentimeter, soweit die Behörde es erfassen konnte.
Die Müritz ist der größte Binnensee Deutschlands, der auch vollständige innerhalb des Staatsteritoriums liegt. Als Teil der Mecklenburgischen Seenplatte ist der See mit zahlreichen weiteren Gewässern über Schleusen und Flüsse verbunden. Die Seenlandschaft entstand während der letzten Eiszeit. Die Binnenmüritz erreicht an ihrer tiefsten Stelle rund 30 Meter, ansonsten ist der See deutlich flacher.
Meisten Seen der Mecklenburger Platte zugefroren
Zuletzt war die Müritz im Jahr 2021 zugefroren. Auch die übrigen Mecklenburger Oberseen liegen mittlerweile unter Eis. Vereinzelt existieren noch offene Stellen, etwa an Einmündungen oder unter Brücken. Dort sorgen stärkere Strömungen dafür, dass das Wasser nicht gefriert.
Wie lange die Eisdecke bestehen bleibt, hänge von vielen Faktoren ab – neben den Temperaturen auch von Wind und Niederschlag. „Da kann man keine Prognose abgeben", sagte Oldenburg.


