Kaum ein anderer Filmemacher hat den Animationsfilm so nachhaltig geprägt wie der Mitgründer des Studio Ghibli. Der japanische Regisseur Hayao Miyazaki feiert heute seinen 85. Geburtstag.
Bereits sein erster Anime, Nausicaä aus dem Tal der Winde, brach 1984 fast alle Rekorde in Japan. Mit seinen Einnahmen aus dem Film gründete Miyazaki die Ghibli Studios – das wohl berühmteste Studio der Anime-Branche. Von da an schuf er einen Erfolg nach dem anderen.
Miyazakis internationale Erfolge
Seinen internationalen Durchbruch schaffte Miyazaki mit Prinzessin Mononoke Ende der 1990er Jahre. Insbesondere in Deutschland wurde er durch diesen Film zu einem hochgeachteten Künstler. Zu seinen eindringlichsten Werken zählt das 1988 fertiggestellte Anime Das letzte Glühwürmchen. Es schildert in bewegenden Bildern die Schrecken des Krieges aus der Perspektive von Kindern und gilt bis heute als eines der bewegendsten Antikriegsdramen des Animationsfilms.
Weitere Bekanntheit erlangte Miyazaki mit Chihiros Reise ins Zauberland, einer märchenhaften Geschichte über das Erwachsenwerden. Der Animationsfilm wurde 2003 mit dem Oscar und dem Goldenen Bären ausgezeichnet.
Weiterhin kein Ruhestand geplant
Seine handgezeichneten Werke verbinden vor allem Fantasie mit Gesellschaftskritik und Naturverbundenheit. Miyazaki gibt vor allem seinen weiblichen Hauptcharakteren einen Realismus und Charaktertiefe, ohne Klischees zu bedienen, wie kaum ein anderer Regisseur. Durch seine wunderschönen Handlungen haben sich Anime als weltweite Kunstform etabliert.
Trotz mehrfach angekündigter Rückzüge aus dem Filmgeschäft geht Miyazaki weiterhin nicht in den Ruhestand. Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Studio Ghibli erneut eine Zeichnung des Regisseurs sowie ein aktuelles Foto, das ihn bei Gesprächen über künftige Projekte zeigt.


