In einem Café in Mitte ist am Mittwochmorgen ein 20-jähriger wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, sexuellen Belästigung, exhibitionistischer Handlungen und Sachbeschädigung festgenommen worden. Nach Angaben der Berliner Polizei betrat der Mann gegen 8.10 Uhr ein Café in der Reinhardtstraße und begab sich hinter den Verkaufstresen. Die 46-jährige Betreiberin forderte ihn daraufhin auf, zu gehen.
In der Schumannstraße soll der Tatverdächtige dann zwei Passantinnen begegnet sein. Er zog am Kleid einer der Frauen, doch sie konnte durch Wegdrehen den Angriff abwehren. Anschließend entblößte der Mann sich gegenüber den Frauen und kehrte in das Café zurück. Dort äußerte er angeblich beleidigende, sexuelle Kommentare gegenüber der Betreiberin und schlug mit einem Zuckerstreuer auf den Tresen, wodurch eine Glasscheibe zerstört wurde und er sich selbst Schnittverletzungen zuzog. Eine 31-jährige Passantin, die den Vorfall beobachtet hatte, versuchte einzugreifen und wurde dabei von dem Tatverdächtigen am Arm getroffen. Schließlich warf der Mann die Zuckerdose nach der Cafébetreiberin, was zu einer Prellung bei ihr führte.
Der 20-Jährige wurde anschließend festgenommen. Im Polizeigewahrsam wurden eine Blutentnahme und eine Identitätsfeststellung durchgeführt, wobei er die DNA freiwillig abgab. Die Verletzungen des Mannes wurden medizinisch versorgt. Heute soll er einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der das mögliche Erstellen eines Haftbefehls prüft. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City).
Quelle: Polizei Berlin


