Der Warenhauskonzern Galeria kann seinen Standort am Berliner Alexanderplatz länger als ursprünglich geplant betreiben. Galeria und der Gebäudeeigentümer Commerz Real haben sich auf eine Verlängerung des Mietvertrags bis Ende März 2027 geeinigt, wie der RBB berichtet. Der bisherige Vertrag wäre im August dieses Jahres ausgelaufen.
Für die rund 350 Beschäftigten des Warenhauses bedeutet die Vereinbarung zunächst Planungssicherheit. Der Berliner Senat verfolgt das Ziel, Galeria dauerhaft am Alexanderplatz zu halten. Auch der Konzern selbst möchte den Standort nicht aufgeben, strebt jedoch eine deutlich kleinere Verkaufsfläche an als bisher.
Bibliothekspläne an Preisvorstellungen gescheitert
Der Eigentümer Commerz Real hatte sich bislang nur unter einer Bedingung bereit erklärt, ein verkleinertes Warenhaus als Mieter zu akzeptieren: Die Zentral- und Landesbibliothek sollte als neuer Hauptmieter in das Gebäude einziehen. Diese Lösung kam jedoch nicht zustande, da die Preisvorstellungen beider Seiten zu weit auseinanderlagen.
Die nun vereinbarte Vertragsverlängerung verschafft dem Senat zusätzliche Zeit, um eine tragfähige Lösung mit dem Gebäudeeigentümer auszuhandeln. Ob und unter welchen Bedingungen die Bibliothek doch noch in das Gebäude am Alexanderplatz ziehen könnte, bleibt offen.


