Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im vergangenen Geschäftsjahr drastisch gesunken. Das Konzernergebnis fiel von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilte. Auch der Umsatz ging um neun Prozent auf 132,2 Milliarden Euro zurück.
Insgesamt verkaufte Mercedes rund 2.160.000 Pkw und Vans, neun Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang in China mit 19 Prozent aus – dem nach wie vor wichtigsten Absatzmarkt des Konzerns.
Als Ursachen nannte das Unternehmen Zölle, negative Wechselkurseffekte sowie den intensiven Wettbewerb in China. Kosteneinsparungen von mehr als 3,5 Milliarden Euro in der Pkw-Sparte hätten einen Teil der Belastungen kompensiert. Vorstandschef Ola Källenius erklärte, die Ergebnisse seien erwartet worden und von einem klaren Fokus auf Effizienz getragen. „Wir sind bereit für das Jahr 2026“, sagte Källenius.
Prämie für Beschäftigte deutlich niedriger
Der Gewinnrückgang hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die Beschäftigten. Deren Bonus-Programme sind direkt an den Gewinn von Mercedes gekoppelt. Sinkt dieser, geht auch die Ergebnisbeteiligung zurück. Für rund 85.000 Beschäftigte in Deutschland sinkt die Prämie dieses Jahr voraussichtlich auf etwas über 3000 Euro. In den Jahren 2023 und 2024 hatte die jährliche Prämie noch bei 7300 Euro gelegen.
Für 2026 erwartet der Konzern stabile Umsätze bei deutlich höherem operativen Ergebnis. Hintergrund ist, dass bis dahin das Sparprogramm sichtbare Erfolge zeigen soll. Dessen Zielstellung wurde jetzt nochmals deutlich verschärft. Vor allem sollen Kostensenkungen sowie ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Verwaltungsbereichen Einsparungen bringen.


