Mehr als drei Viertel der Deutschen bewerten das vergangene Jahr 2025 als schlecht für ihr Land. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Nur 16 Prozent der Befragten stufen 2025 als gutes Jahr für Deutschland ein, während 78 Prozent zu einem negativen Urteil kommen.
Auffällig ist die Diskrepanz zur persönlichen Bilanz: Für sich selbst ziehen 54 Prozent der Befragten ein positives Fazit, lediglich 37 Prozent empfanden 2025 als persönlich schlechtes Jahr.
Nahostkonflikt und Bundestagswahl prägen das Jahr
Als prägendstes Ereignis des Jahres nennen 63 Prozent der Befragten den anhaltenden Nahostkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Fast gleichauf liegt die vorgezogene Bundestagswahl im Februar 2025 mit 62 Prozent. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wird von 60 Prozent als zentrales Ereignis wahrgenommen.
Jeweils 56 Prozent der Befragten nennen die Amtseinführung von Donald Trump als 47. US-Präsident im Januar, das Attentat auf ein jüdisches Chanukka-Fest am Bondi Beach in Sydney im Dezember sowie die Amokfahrt in der Mannheimer Fußgängerzone im März.
Die Messerattacke in Aschaffenburg im Januar stuft die Hälfte der Befragten als prägendes Ereignis ein. Die Lockerung der Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben im März sowie der NATO-Gipfel in Den Haag im Juni, bei dem die größte Aufrüstung seit dem Zweiten Weltkrieg beschlossen wurde, nennen jeweils 49 Prozent.
Das 35-jährige Jubiläum der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie der Tod von Papst Franziskus und die Wahl seines Nachfolgers Leo XIV. im April und Mai werden von jeweils 48 Prozent als wichtige Ereignisse genannt.
Gedämpfte Erwartungen für 2026

