Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale) steht vor einem außergewöhnlichen Ortswechsel. Die historische Burganlage muss umfassend saniert werden. Es bestand die Befürchtung einer langen Schließung. Aber jetzt bleibt die große Kunstsammlung der Öffentlichkeit erhalten. Das Museum zieht laut MDR vorübergehend in das nördliche Gebäude des ehemaligen Galeria-Kaufhofs am Marktplatz um.
Der Stadtsprecher von Halle (Saale), Drago Bock, bestätigte in Abstimmung mit der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, dass im Zuge der Revitalisierung des Kaufhof-Gebäudes diverse Gespräche laufen, die auch das Kunstmuseum einschließen. Details nannte die Stadt nicht, um das laufende Projekt nicht zu gefährden. Nach mehreren Pressemeldungen stehen die Verhandlungen zu Miet- und Bauvertrag jedoch unmittelbar vor dem Abschluss. Frühestens 2027 könnte die Ausstellung am neuen Standort eröffnen.
Im Mai werden Details verkündet
Die ehemaligen Verkaufsflächen müssen zuvor museumstauglich umgebaut werden, insbesondere hinsichtlich Klimatechnik und Sicherheit. Das Museum hatte zuletzt rund 37.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr verzeichnet.
Museumsdirektor Thomas Bauer-Friedrich und Vertreter der Kulturstiftung des Landes Sachsen-Anhalt wollen die konkreten Pläne am 22. Mai auf einer Pressekonferenz vorstellen. Im östlichen Teil des Kaufhof-Komplexes eröffnen derweil in Kürze Intersport und das Restaurant L’Osteria.


