DDR

Pop Art als Agit-Prop

Die Rostocker Retrospektive des früheren Ost-Berliners strotzt nur so vor Ironie. Der Sarkasmus von einst nährt auch so manches Déjà-vu in der aktuellen Weltpolitik.

Hans Ticha in der Kunsthalle Rostock vor seinem 1980 gemalten und bis zum Tag des Mauerfalls 1989 gut versteckten Bild „Mauer“, Öl/Lw., mit „Blechtrommel“-Verweis. Es gehört heute dem Kulturamt Mainz
Hans Ticha in der Kunsthalle Rostock vor seinem 1980 gemalten und bis zum Tag des Mauerfalls 1989 gut versteckten Bild „Mauer“, Öl/Lw., mit „Blechtrommel“-Verweis. Es gehört heute dem Kulturamt MainzLeihgabe KA Mainz/Kunsthalle Rostock

Vielleicht ist das ja das Gute am Alter? Die Gelassenheit! Hans Tichas Miene hellt sich immer mehr auf, derweil er durch die Rostocker Kunsthalle spaziert. Offensichtlich macht ihm Freude, was er sieht, denn er hat die Ausstellungsgestaltung, die heitere weiß-blau-graue Farbgebung der Stellwände, gänzlich Kuratorin Antje Schunke und dem Museumsteam überlassen. Die jungen Leute wüssten schon, „wie’s passt“, meint er fröhlich. Er ist keiner jener selbstüberzeugten Künstler, die bis zum letzten Spotlight alles bestimmen wollen.

Berliner Zeitung

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