DDR-Fotografie

Eine „Menschensucherin“ mit tief empathischem Blick: Die Fotos der Evelyn Richter

Sie war die sächsische Grande Dame der Fotografie. Ihre Bilder aus DDR-Zeiten zeigt jetzt die Berliner Galerie Brusberg.

Evelyn Richter als  Oberdada-Priester Hugo Ball: folgenschwere „Selbstinszenierung, TU Dresden“, 1952 (Ausschnitt)
Evelyn Richter als Oberdada-Priester Hugo Ball: folgenschwere „Selbstinszenierung, TU Dresden“, 1952 (Ausschnitt)Evelyn Richter/Erbengemeinschaft

Nichts sei sensationeller als die Wahrheit, sagte einst Egon Erwin Kisch, der „rasende Reporter“. Es war auch der Lieblingssatz der Fotografin Evelyn Richter, 1930 geboren in Bautzen, mit ihrer Leica auf „Menschensuche“ stets hinter den Kulissen der Ideologie, der Propaganda und Moden. Sie war eine so verehrte wie beliebte Lehrerin an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst für mehrere Fotografen-Generationen und starb 2021 hochbetagt in Dresden. Ihr Gesamtwerk wurde durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung erworben und betreut im Museum für bildende Künste Leipzig.

Berliner Zeitung

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