Die Gesamtkriminalität am Berliner Hauptbahnhof ist im vergangenen Jahr spürbar zurückgegangen. Die deutliche Mehrheit der Täter hat keine deutsche Staatsbürgerschaft. Doch die Angriffe auf Polizeibeamte nehmen zu. Die Daten sind vorläufig und können sich laut Bundesregierung noch leicht ändern.
Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Martin Hess registrierte die Bundespolizei 2025 am Hauptbahnhof insgesamt 4179 Straftaten – ein Minus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Lediglich bei Waffendelikten verzeichnete die Statistik einen deutlichen Anstieg von 30 auf 47 Fälle – ein Plus von 57 Prozent. Auch Sachbeschädigungen nahmen um 21 Prozent zu.
Nichtdeutsche dominieren bei Tatverdächtigen
Von den insgesamt mehr als 3700 erfassten Tatverdächtigen im Jahr 2025 besaßen mindestens 2031 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Bei rund 853 Personen lagen zum Erfassungszeitpunkt keine Angaben zur Identität vor, ein Migrationshintergrund wird statistisch nicht gesondert erhoben. Besonders ausgeprägt ist das Verhältnis bei Eigentumsdelikten: Hier standen 447 nicht deutschen Tatverdächtigen lediglich 134 deutsche gegenüber – ein Verhältnis von mehr als drei zu eins.
Die Aufschlüsselung nach Staatsangehörigkeit zeigt ein überraschendes Bild. Im Gegensatz zur öffentlichen Debatte dominieren keine „südländischen“ Migranten das Kriminalitätsbild auf dem Hauptbahnhof. In beiden Jahren führten polnische und rumänische Staatsangehörige die Statistik der nicht deutschen Tatverdächtigen an, gefolgt von ukrainischen Staatsbürgern. Syrische und afghanische Tatverdächtige rangierten mit deutlichem Abstand dahinter.
Angriffe auf Bundespolizisten nehmen zu
Besorgniserregend ist die Entwicklung bei Angriffen auf Einsatzkräfte: Die Zahl der tätlich angegriffenen Bundespolizisten stieg von 93 im Jahr 2024 auf 100 im vergangenen Jahr. Unter den Tatverdächtigen stellten hier allerdings Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit mit 21 Fällen die größte Gruppe, gefolgt von 19 nicht deutschen Verdächtigen. Im Vorjahr war das Verhältnis noch umgekehrt gewesen.
AfD-Abgeordneter fordert politische Kurskorrektur
Der AfD-Abgeordnete Hess erklärte gegenüber der Presse, die Kriminalitätsbelastung an Bahnhöfen bewege sich „weiterhin auf einem inakzeptabel hohen Niveau“. Er verwies auf den hohen Anteil nicht deutscher Tatverdächtiger und sprach von Folgen einer „verheerenden Migrationspolitik der Altparteien“.


