In einer Kindertagesstätte in Treptow-Köpenick ist am Montag ein Kind ums Leben gekommen. Wie die Polizei der Berliner Zeitung mitteilte, kam es um 10.15 Uhr zu einem „Unglücksfall“ in einer Kindertagesstätte am Adlergestell.
Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch einen Notarzt sei das Kind gestorben. Nach Angaben der Polizei soll das Kind von einem schweren Gegenstand getroffen worden sein. Zu Geschlecht und Alter machte die Polizei keine Angaben. Einem Bericht des Focus zufolge soll das Kind fünf Jahre alt gewesen sein.

Auch Feuerwehrleute werden psychologisch betreut
Die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. Es werde derzeit geklärt, ob es sich bei dem Vorfall um einen „Handhabungsfehler“ oder einen technischen Fehler handle. Angaben der Deutschen Presse-Agentur zufolge wurde das Kind vermutlich von einer Tür erschlagen.
Die Feuerwehr war nach Angaben eines Sprechers mit 22 Kräften vor Ort, zwei Hubschrauber der Deutschen Luftrettungsgesellschaft waren ebenfalls im Einsatz. Nach Angaben der Feuerwehr mussten 31 Personen vor Ort psychologisch betreut werden. „Mittlerweile wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben, die zur Unfallursache ermittelt“, sagte der Sprecher.
Feuerwehr: „Für unsere Kräfte gibt es eine Einsatznachsorge“
„Für unsere Kräfte gibt es eine Einsatznachsorge“, sagte der Feuerwehrsprecher. „Denn so ein tragisches Ereignis geht auch an ihnen nicht spurlos vorbei.“ Bei einer sogenannten Einsatznachsorge werden die Einsatzkräfte psychologisch betreut, die das tödlich verletzte Kind versorgt haben.
Die Kita Adlerküken liegt am Adlergestell. Träger der Einrichtung ist die ESO Education Group/Euro-Schulen, ein bundesweit tätiger Bildungsträger. In der Kita Adlerküken werden Kinder ab etwa einem Jahr bis zum Übergang in die Vorschule betreut. Die pädagogische Arbeit orientiert sich am Berliner Bildungsprogramm und folgt dem Situationsansatz in teiloffener Struktur. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse, Interessen und Entwicklungsschritte der Kinder im Mittelpunkt.

