Unklare Ursache

Berichte: Explosionen erschüttern Städte im Iran – Anschlagsgerüchte dementiert

Im Iran kam es Berichten zufolge zu Explosionen. Die Ursache ist noch unbekannt. Zuvor hatte das Land verkündet, seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft zu versetzen.

Ein Mann geht an einem großen anti‑amerikanischen Wandbild vorbei, das an der Seite eines Gebäudes in Teheran gemalt ist.
Ein Mann geht an einem großen anti‑amerikanischen Wandbild vorbei, das an der Seite eines Gebäudes in Teheran gemalt ist.Atta Kenare/AFP

In der Hafenstadt Bandar Abbas an der iranischen Golfküste hat es am Samstag eine Explosion gegeben, wie iranische Medien berichteten. Dabei wurden den Berichten zufolge mindestens eine Person getötet und 14 weitere verletzt.

Die Ursache der Explosion wurde zunächst nicht genannt. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den iranischen Revolutionsgarden nahesteht, erklärte, die Explosion habe nicht im Hafen, sondern einem Wohngebäude stattgefunden.

Gerüchte über Anschlag dementiert

Nach Angaben des Staatsfernsehens wurden zwei Etagen des Hauses zerstört sowie mehrere Autos und Geschäfte. Rettungskräfte und die Feuerwehr seien im Einsatz. Einem Tasnim-Bericht zufolge verbreiteten sich in den sozialen Medien Gerüchte, dass der Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden Ziel eines Angriffs gewesen sei. Die Behauptung sei „völlig falsch“ und laut Tasnim von „anti-iranischen Kreisen“ verbreitet worden.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna weiterhin mit, dass es keinen Drohnenangriff auf das Marine-Hauptquartier in der Region Homozgan gegeben habe, in der Bandar Abbas liegt. „Kein Gebäude, das dieser Streitkraft angehört, wurde beschädigt“, berichtete Irna auf X.

Augenzeugen berichteten auch von einer Explosion nahe der iranischen Hauptstadt Teheran. Das iranische Online-Portal „Nur News“ berichtete zudem unter Berufung auf den Feuerwehrchef der Stadt Ahwas im Südwesten des Landes, dass sich dort eine Gasexplosion ereignet habe. Den Angaben nach gab es vier Tote.

Spannungen zwischen dem Iran und den USA

Der Iran hatte inmitten der Spannungen mit den USA am Samstagmorgen verkündet, dass die Streitkräfte des Landes in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden seien. „Wenn der Feind einen Fehler macht, wird dies zweifellos seine eigene Sicherheit, die Sicherheit der Region und die Sicherheit des zionistischen Regimes gefährden“, warnte Armeechef Amir Hatami nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Die Spannungen zwischen Washington und Teheran sind derzeit besonders hoch. US-Präsident Donald Trump hat mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, unter anderem wegen der Niederschlagung landesweiter Proteste und des iranischen Atomprogramms. Die USA haben einen Flugzeugträger und weitere Schiffe in die Region verlegt.

Die USA reagierten zudem auf eine Ankündigung des Iran, in den kommenden Tagen ein Manöver in der Straße von Hormus durchzuführen. „Jedes unsichere und unprofessionelle Verhalten in der Nähe von US-Streitkräften, regionalen Partnern oder Handelsschiffen erhöht das Risiko von Zusammenstößen, Eskalation und Destabilisierung“, warnte das US-Zentralkommando Centcom. (mit dpa)