Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe mit den USA sind in Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran Medienberichten zufolge Explosionen zu hören gewesen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete laut AFP von dem „Geräusch von Luftabwehrfeuer“ im Westen Teherans.
Auch die Nachrichtenagentur Nour meldete, dass in Teilen Teherans Luftabwehrbatterien aktiviert worden seien, ohne eine Ursache zu nennen, wie Reuters berichtete. Die Nachrichtenagentur Mehr erklärte, die Luftabwehr gehe gegen „feindliche Ziele“ vor.
Die Nachrichtenagentur Fars teilte auf Telegram mit, einer ihrer Korrespondenten habe Informationen, laut denen Luftverteidigungssysteme auf kleine Drohnen reagiert hätten, die in mehreren Teilen des Landes registriert worden seien.
Sicherheitskreise: Israel greift den Iran im Moment nicht an
Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. US-Präsident Donald Trump hatte erst am Dienstag angekündigt, einen Waffenstillstand mit dem Iran auf einen zunächst unbestimmten Zeitraum zu verlängern. Am Donnerstag erklärte er auf Truth Social, er werde ein Abkommen mit dem Iran nur schließen, „wenn es angemessen und im Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika ist“.
Aus israelischen Sicherheitskreisen hieß es laut der AFP, dass Israel den Iran derzeit nicht angreife. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte laut der Times of Israel am Donnerstag erklärt, er sei bereit, „den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen“. Man warte auf ein „grünes Licht der Vereinigten Staaten“, um den neuen Obersten Führer des Iran und iranische Energieanlagen ins Visier zu nehmen, so Katz.
Paralell dazu traf am Donnerstag ein dritter US-Flugzeugträger in der Region ein. Die „USS George HW Bush“ sei im Indischen Ozean im Zuständigkeitsbereich des US-Zentralkommandos eingetroffen, teilte Centcom auf X mit. Zuvor waren bereits die „USS Gerald R. Ford“ und „USS Abraham Lincoln“ in die Region verlegt worden. (mit AFP)

