Indiens Premierminister Narendra Modi hat mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian über die Eskalation der Kämpfe im Nahen Osten gesprochen. Modi äußerte nach eigenen Angaben „tiefe Besorgnis“ über die zunehmenden militärischen Spannungen, zivile Opfer und Schäden an Infrastruktur.
In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte Modi, er habe mit Pezeshkian über die „ernste Lage in der Region“ gesprochen. Indien setze weiterhin auf Dialog und Diplomatie, um die Krise zu entschärfen. Gleichzeitig betonte der Regierungschef, für Neu-Delhi stehe die Sicherheit indischer Staatsbürger im Ausland im Mittelpunkt. Zudem müsse der ungehinderte Transport von Energie und Waren gewährleistet bleiben.
Had a conversation with Iranian President, Dr. Masoud Pezeshkian, to discuss the serious situation in the region.
— Narendra Modi (@narendramodi) March 12, 2026
Expressed deep concern over the escalation of tensions and the loss of civilian lives as well as damage to civilian infrastructure.
The safety and security of…
Tausende Inder im Iran
Nach Angaben der indischen Regierung halten sich derzeit rund 9000 indische Staatsbürger im Iran auf. Dazu zählen Studierende, Geschäftsleute, Arbeiter, Pilger sowie Seeleute und Fischer. Das Außenministerium in Neu-Delhi teilte dem Parlament mit, die indische Botschaft in Teheran habe Landsleute aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen, lokale Medien zu verfolgen und engen Kontakt zur Botschaft zu halten.
Indien ruft zu Diplomatie auf
Indien hat seit Beginn der militärischen Eskalation im Nahen Osten wiederholt zu Verhandlungen und diplomatischen Lösungen aufgerufen. Der Konflikt hatte sich zuletzt deutlich verschärft, nachdem die USA und Israel Ziele im Iran angegriffen hatten und Teheran mit Angriffen auf US-Militärbasen in der Golfregion reagierte.
Die Entwicklungen betreffen Indien auch wirtschaftlich. Das Land ist stark auf Energieimporte aus dem Nahen Osten angewiesen, und Millionen indischer Staatsbürger leben und arbeiten in Staaten der Golfregion.


