Rund 24 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten derzeit zumindest teilweise von zu Hause aus. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor. Damit hat sich das Homeoffice auf einem Niveau eingependelt, das deutlich über den Werten vor der Pandemie liegt – trotz vereinzelter Bestrebungen von Unternehmen, ihre Belegschaft wieder stärker ins Büro zu holen.
Den Höchststand erreichte die Heimarbeit laut der Erhebung im März 2021 mit rund 32 Prozent, als strenge Pandemiemaßnahmen galten. Den bisherigen Tiefpunkt nach der Corona-Zeit markierte der August 2024 mit etwa 23 Prozent. Die aktuellen Februarwerte liegen damit nur knapp darüber.
Das Ifo-Institut ordnete die Entwicklung klar ein: Einzelne Unternehmen, die das Homeoffice zuletzt stark einschränkten, begründeten noch keinen allgemeinen Trend. Das Arbeiten von zu Hause sei und bleibe ein fester Bestandteil der deutschen Arbeitswelt.
Große Unterschiede zwischen den Branchen
Wie verbreitet das Homeoffice ist, hängt allerdings stark von der jeweiligen Branche ab. Den mit Abstand höchsten Anteil verzeichnet laut der Umfrage die Dienstleistungsbranche: Dort arbeiten gut 35 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise von zu Hause. Am anderen Ende der Skala steht der Baubereich, wo der Homeoffice-Anteil bei lediglich 4,5 Prozent liegt – was angesichts der überwiegend manuellen Tätigkeiten auf Baustellen wenig überrascht.
Die Zahlen des Ifo-Instituts deuten darauf hin, dass sich der Homeoffice-Anteil nach dem pandemiebedingten Anstieg und dem anschließenden Rückgang auf einem stabilen Niveau eingependelt hat. Die Schwankungen zwischen dem Tiefpunkt im August 2024 und dem aktuellen Wert im Februar bewegen sich im Bereich von nur einem Prozentpunkt – ein Zeichen dafür, dass weder eine massive Rückkehr ins Büro noch eine erneute Ausweitung der Heimarbeit stattfindet.


