Der von Indiens Premierminister Narendra Modi eröffnete „AI Impact Summit“ in Neu-Delhi, der als erstes großes internationales KI-Treffen im Globalen Süden angekündigt wurde, ist am Eröffnungstag von erheblichen organisatorischen Problemen überschattet worden. Teilnehmer berichteten über stundenlange Wartezeiten, Überfüllung und mangelnde Versorgung mit Essen und Wasser.
Mehr als 100 Länder nehmen an dem fünftägigen Gipfel teil, zu dem auch Technologiegrößen wie OpenAI-Chef Sam Altman und Alphabet-CEO Sundar Pichai erwartet werden. Modi erklärte bei der Eröffnung, der Gipfel zeige „das außerordentliche Potenzial von KI, indischem Talent und Innovation“. Indien wolle Lösungen „nicht nur für Indien, sondern für die Welt“ entwickeln.
Zahlreiche Beschwerden in den Sozialen Medien
Doch bereits am Montagnachmittag fluteten Beschwerden die sozialen Medien. Maitreya Wagh, Mitgründer des KI-Start-ups Bolna, schrieb auf X, er habe seinen eigenen Messestand nicht betreten können, weil Zugänge gesperrt wurden. Punit Jain, Gründer der Plattform Reskill, schilderte Warteschlangen ab 7 Uhr morgens und eine „vollständige Evakuierung“ vor dem Eintreffen des Premierministers.
Zudem gab Dhananjay Yadav, Gründer des Wearable-Start-ups NeoSapiens, an, dass Produkte von seinem Messestand in der Hochsicherheitszone gestohlen wurden.
Wie die Times of India berichtete, dauerten Sicherheitskontrollen in Spitzenzeiten bis zu 45 Minuten. Ein KI-gestütztes Zugangssystem namens DigiYatra, das per Gesichtserkennung und QR-Codes funktioniert, kam bei rund 70.000 Besuchern am ersten Tag an seine Grenzen.
Minister entschuldigt sich
IT-Minister Ashwini Vaishnaw entschuldigte sich auf einer Pressekonferenz am Dienstag bei Ausstellern für „jegliche Unannehmlichkeiten“ und kündigte einen eingerichteten „War Room“ zur Problemlösung an. „Dies ist der größte KI-Gipfel der Welt. Die Resonanz ist phänomenal“, sagte er, räumte aber ein, die Organisation sei „sehr langsam“ gewesen.
Soumya Sharma, Gründer von Livo AI, kritisierte, dass wichtige Diskussionen hinter verschlossenen Türen stattfanden und Sitzungen wegen Überfüllung abgebrochen wurden. „Solange wir die Grundlagen nicht beherrschen, können wir nicht behaupten, KI voll auszuschöpfen“, schrieb er auf X.
Zu dem Gipfel werden insgesamt werden mehr als 20 Staats- und Regierungschefs in Delhi erwartet.


