Das Hauptzollamt Potsdam hat auf der A10 bei Königs Wusterhausen eine größere Menge der Partydroge Ketamin sichergestellt. Wie die Behörde bekanntgab, wurde bei der Kontrolle eines Fahrzeugs aus Belgien auf dem Berliner Ring eine kristalline Substanz entdeckt, die die beiden Insassen, 33 und 36 Jahre alt, zunächst als Kreatin, ein legales Nahrungsergänzungsmittel, ausgaben.
Die Zollbeamten zeigten sich jedoch skeptisch gegenüber der Erklärung der Männer, die angaben, lediglich Freunde in Berlin besuchen zu wollen. Eine Sprecherin des Hauptzollamts erklärte, dass insbesondere die Beschaffenheit der Substanz Zweifel an den Angaben der Tatverdächtigen aufkommen ließ. Die Beamten entschieden sich daher, das Pulver mit dem Detektionsgerät „Gemini“ am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) zu testen. Hierbei handelt es sich um ein Analysegerät für chemische Grundstoffe, das jegliche Substanzen von Drogen bis Sprengstoff identifizieren kann.
Noch vor dem geplanten Test gestand der Beifahrer, dass es sich tatsächlich um Ketamin handelte. Die beiden Männer wurden daraufhin festgenommen.
Ketamin-Hydrochlorid wird nach Angaben des Zolls medizinisch als Narkosemittel eingesetzt, ist aber wegen seiner halluzinogenen Wirkung als illegale Partydroge verbreitet. Die Ermittler schätzen den Straßenverkaufswert der sichergestellten fünf Kilogramm auf etwa 200.000 Euro und gehen aufgrund der Menge davon aus, dass das Betäubungsmittel für den Verkauf bestimmt war. Gegen die beiden Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.


