Die Polizei Berlin hat bei harten Drogen einen deutlichen Anstieg der Straftaten festgestellt. Im Zusammenhang mit Kokain, Crack, Ecstasy und Amphetaminen nahmen diese um etwa 15 Prozent zu. Besonders stark fiel der Zuwachs bei Amphetaminen aus, während Delikte mit Heroin rückläufig waren.
Die Polizei weist darauf hin, dass diese Zahlen nur das sogenannte Hellfeld abbilden. Viele Formen des Gebrauchs und des Handels blieben unentdeckt. Hinweise darauf liefern auch die stark gestiegenen Konsumzahlen in Berliner Drogenkonsumräumen, insbesondere beim Crack-Konsum. „Die Zahl der Konsumbesuche ist von 19.000 auf 25.000 gestiegen“, sagte die Polizeipräsidentin. „Dabei spielt sich der größte Teil des Konsums natürlich nicht im Konsumraum, sondern woanders ab. Auch das lässt ahnen, wie hoch wohl das Dunkelfeld ist.“
Anzahl registrierter Drogendelikte geht deutlich zurück
Aber die Anzahl der von der Polizei registrierten Drogendelikte in Berlin ist im Jahr 2025 insgesamt deutlich gesunken. Nach Angaben von Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel ging die Gesamtzahl der Rauschgiftdelikte um rund 25 Prozent zurück. Hauptgrund ist die Teillegalisierung von Cannabis, durch die viele Besitzdelikte nicht mehr strafbar seien. Eine umfassende Zurückdrängung des Schwarzhandels mit Cannabis habe es aber nicht gegeben.
Die EU-weiten Abwasseruntersuchungen auf Drogen, an denen Berlin 2025 erneut teilnahm, bestätigen die Polizeistatistiken. Die Analysen zeigen steigende Rückstände von Kokain sowie einen im bundesweiten Vergleich besonders hohen Konsum synthetischer Substanzen wie Ecstasy. Die Methode erlaubt zwar keine Rückschlüsse auf einzelne Personen, gilt aber als wichtiger Baustein, um das tatsächliche Ausmaß des Drogenkonsums in der Stadt besser zu erfassen.


