Friedensdemonstration

Friedensbewegung in Berlin: Ostermarsch zieht durch Prenzlauer Berg

Heute ziehen Ostermärsche durch Berlin und Brandenburg – mit Kundgebungen, Reden und Musik. Wogegen sich die Veranstalter richten.

Eine Flagge mit der Friedenstaube ist auf einem Ostermarsch in Jena zu sehen.
Eine Flagge mit der Friedenstaube ist auf einem Ostermarsch in Jena zu sehen.Bodo Schackow/dpa

Die Friedenskoordination Berlin ruft für Samstag, den 4. April, zu einem Ostermarsch durch den Stadtteil Prenzlauer Berg auf. Die Auftaktkundgebung beginnt um 13 Uhr am Mauerpark, an der Kreuzung Eberswalder und Oderberger Straße.

Von dort zieht die Demonstration über die Kastanienallee, den Zionskirchplatz und die Bernauer Straße zurück zum Mauerpark, wo auch die Abschlusskundgebung geplant ist. Redner aus Gewerkschaften, Journalismus und Kultur sowie musikalische Beiträge begleiten den Marsch, wie aus der Ankündigung der Veranstalter hervorgeht.

Kritik an Rüstungspolitik und Waffenlieferungen

Im Zentrum der Versammlung steht der Protest gegen die Rüstungs- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung. Die Veranstalter lehnen nach eigenen Angaben Waffenlieferungen sowohl an die Ukraine als auch an Israel ab. Ebenso sprechen sie sich gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht aus. Statt steigender Militärausgaben fordern sie, mehr Mittel in Soziales, Bildung und Gesundheit zu investieren.

Auch Brandenburg marschiert

Berlin ist nicht der einzige Schauplatz der diesjährigen Ostermärsche in der Region. Bereits am Gründonnerstag versammelten sich Teilnehmende in Königs Wusterhausen. Am Samstag folgt eine Demonstration in Brandenburg an der Havel, am Sonntag eine weitere in Frankfurt (Oder). Die Ostermärsche haben in Deutschland eine jahrzehntelange Tradition als Ausdruck der Friedensbewegung – in diesem Jahr stehen sie vor dem Hintergrund der anhaltenden Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten besonders im Fokus.

In ganz Deutschland sind für heute mehr als 70 Ostermärsche und Kundgebungen geplant.