Ein ungewöhnlicher Vorfall beschäftigte die Polizei in Brandenburg: Eine 63-jährige Frau aus Schwedt in der Uckermark wählte innerhalb kurzer Zeit 214-mal den Polizeinotruf. Wie ein Sprecher der Polizei in Frankfurt an der Oder am Dienstag mitteilte, nutzte die Frau verschiedene Handynummern für ihre Anrufe. Bei jedem Gespräch legte sie sofort wieder auf, ohne etwas Verständliches zu sagen.
Feuerwehr öffnet Tür gewaltsam
Die Beamten fuhren schließlich zur Wohnung der Frau, um zu prüfen, ob sie sich in einer hilflosen Lage befand. Als die 63-Jährige auf das Klingeln nicht reagierte, obwohl sie offenkundig anwesend war, öffneten Einsatzkräfte der Feuerwehr die Tür gewaltsam.
Die Frau erwies sich als unverletzt und wohlauf. Die Polizei beschlagnahmte ihre Telefone und leitete Ermittlungen wegen Missbrauchs des Notrufs ein.
Empfindliche Strafen bei Notrufmissbrauch
Das vorsätzliche Blockieren oder missbräuchliche Nutzen von Notrufleitungen kann erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Neben Geld- oder Freiheitsstrafen drohen den Tätern auch Kostenforderungen für ausgelöste Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Diese umfassen Personal-, Fahrt- und Materialkosten. Geschützt werden soll die ständige Erreichbarkeit der Notrufsysteme, da deren Blockade echte Hilfseinsätze verzögern und Gefahrenlagen verschärfen kann.


