Stromausfall

Blackout bei der Berliner Feuerwehr: Leitstelle und Notrufannahme plötzlich ohne Strom

Notruf 112 beeinträchtigt: Am Donnerstag gab es innerhalb von zwölf Tagen den zweiten Störfall.

Notrufannahmeplätze in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr
Notrufannahmeplätze in der Leitstelle der Berliner Feuerwehrimago stock&people

Bei der Berliner Feuerwehr hat es am Donnerstag einen Stromausfall gegeben. Nach Angaben von Mitarbeitern war die Leitstelle gegen 12.30 Uhr plötzlich dunkel. Das Notstromaggregat, das in solchen Fällen anspringen müsste, blieb jedoch aus.

Wie es aus der Belegschaft heißt, war auch der Notruf nicht erreichbar. Auch das Modulare Warnsystem (Mowas), mit dem zum Beispiel die Katwarn-App bedient wird, habe nicht funktioniert. Die Behörde löste Stabsalarm aus, alarmierte die Freiwillige Feuerwehr und nahm die Ausweichleitstelle am Fehrbelliner Platz in Dienst, wo die Feuerwehrleute mit Blaulicht hinrasten.

Zu dem Vorfall hielt sich die Feuerwehr am Nachmittag bedeckt. „Es gab eine technische Einschränkung“, sagte ein Sprecher lediglich. Sie habe „unter einer halben Stunde“ gedauert.

Bereits am 10. Januar gab es einen Stromausfall, der den Bereich Siemensstadt und den Nikolaus-Groß-Weg betraf, wo die Feuerwehr-Leitstelle liegt. Damals sprang sofort das Notstromaggregat an, das über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) die Leitstelle versorgte.

Laut einer internen Information, die die Behördenleitung am späten Nachmittag verschickte, waren offenbar Bauarbeiten der Grund für die Stromunterbrechung. Am Nikolaus-Groß-Weg wird derzeit ein neues Gebäude für eine moderne Leitstelle errichtet.

Während des Stromausfalls arbeitete die Feuerwehr in der sogenannten Rückfallebene, in der Einsätze teilweise über Ausweichtelefone entgegengenommen und handschriftlich bearbeitet werden mussten.