Nach dem verheerenden Brand am Erfurter Domplatz in der Silvesternacht haben die Ermittler ihre vorläufigen Ergebnisse vorgelegt. Die Polizei geht von einem Schwelbrand als Brandursache aus, der sich unbemerkt in einer Zwischenwand der betroffenen Gebäude entwickelt hatte.
Nach Angaben der Polizei könnte der Schwelbrand bereits Tage vor dem Ausbruch des Feuers in der Silvesternacht geschwelt haben. Ein technischer Defekt als Auslöser gilt den Ermittlern zufolge als naheliegend. Was letztlich zur Entzündung der in Zwischenwänden und Geschossdecken angesammelten Brandgase führte, lasse sich jedoch nicht mehr sicher rekonstruieren.
Die genaue Ursache könne aufgrund der massiven Zerstörungen durch das Feuer und die Löscharbeiten nicht mehr eindeutig festgestellt werden, teilte die Polizei mit. Ein abschließendes Sachverständigengutachten steht noch aus. Direkt nach dem Brand war spekuliert worden, dass eine Rakete das Feuer ausgelöst haben könnte.
Mehr als 20 Menschen verloren ihr Zuhause
Durch den Brand verloren mehr als 20 Bewohner ihre Wohnungen. Die genaue Höhe des Sachschadens ist bislang nicht beziffert, nach Einschätzung der Ermittler ist jedoch von einem Schaden in Millionenhöhe auszugehen.
Die Spurensuche am Brandort gestaltete sich aufwendig. Wegen der starken Zerstörung sowie akuter Einsturzgefahr konnte sie erst Mitte Januar abgeschlossen werden. Im Rahmen der Ermittlungen wurden zahlreiche Zeugen vernommen sowie rund 60 Foto- und Videoaufnahmen ausgewertet. Zudem analysierten die Ermittler Bauunterlagen der betroffenen Gebäude.


