Drohnenvorfall

„Er geriet in Panik“: Rentner in Frankreich schießt Drohne der Gemeinde ab

Ein Rentner in Frankreich verdächtigt eine Drohne, sein Grundstück auszuspionieren und greift zum Gewehr. Das Fluggerät war jedoch im Auftrag der Gemeinde im Einsatz.

Eine Drohne löste bei einem Rentner in Südfrankreich Misstrauen aus.
Eine Drohne löste bei einem Rentner in Südfrankreich Misstrauen aus.Peter Gercke/dpa

Ein 76 Jahre alter Renter hat in Nohic in Südfrankreich eine Drohne der Verwaltung abgeschossen, wie mehrere französische Medien übereinstimmend berichten. Der Mann verdächtigte die Drohne demnach, sein Grundstück für Einbrüche auszukundschaften – und griff zum Gewehr, wie der Sender BFM berichtet.

Tatsächlich war das Fluggerät am Dienstag im Auftrag der Gemeinde unterwegs, um die Dächer öffentlicher Gebäude zu inspizieren. Der Mann glaubte laut BFM, sie kreise über seinem Grundstück. Die Drohne wurde „mit einem einzigen Schuss abgeschossen“ und war danach nicht mehr einsatzbereit, berichtete der Sender. Verletzte wurden bei dem Vorfall nicht gemeldet.

Bürgermeister: „Er ist ein netter Mann“

„Bis zum Überflug des Gemeindehauses verlief alles normal“, erklärte der Bürgermeister Julien Castagne laut der Regionalzeitung La Dépêche du Midi. Polizisten nahmen den 76-Jährigen dem Bericht zufolge zur Vernehmung zunächst in Gewahrsam. „Er ist ein netter Mann, aber er geriet in Panik“, sagte Castagne gegenüber BFM.

Der Fall reiht sich laut BFM in eine Serie ähnlicher Zwischenfälle in Frankreich ein. Seit Drohnen zunehmend für kommerzielle und behördliche Zwecke eingesetzt werden, kommt es demnach immer wieder zu Konflikten mit verunsicherten Anwohnern. So schoss laut dem Bericht zufolge bereits im August 2024 ein Einwohner einer Stadt in der Region Vaucluse eine Drohne des Stromnetzbetreibers Enedis mit einem Gewehr ab, weil er sich ausspioniert fühlte.