Steuerzahler

Markus Söder: Er bekommt wohl mehr Steuergeld für Hochglanzfotos als Frauenhilfsvereine in Köln

Wofür geben Bund, Länder und Städte Geld aus – und wofür nicht? Das fragte sich auch eine X-Userin, die gleichzeitig Kritik an Markus Söder übte.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.IMAGO/Revierfoto

Beim Kurznachrichtendienst X hat sich eine Nutzerin darüber beschwert, dass es im neuen Haushalt der Rheinmetropole Köln eine Zuschussstreichung für Frauen-Hilfsvereine geben könnte. Zugleich sei allerdings genug Geld da, um auf Kosten des Steuerzahlers Hochglanzfotos von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder produzieren zu können.

Konkret wurden Kölner „Frauenprojekte“ im Jahr 2023 mit 142.800 und 2024 mit 145.627 Euro bezuschusst. Im Entwurf der Stadtverwaltung für die kommenden beiden Jahre steht in der Spalte der Fördergelder nun aber eine Null, wie der Stadt-Anzeiger berichtet.

„In einer Zeit, in der bundesweit die Zahlen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf ein erschreckendes Hoch ansteigen und fast täglich eine Frau Opfer von Femizid wird, fühlen sich die geplanten Streichungen in den Frauenhilfestrukturen wie ein Schlag ins Gesicht an“, schreiben die vier betroffenen Kölner Vereine in einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker und den Sozialdezernenten Harald Rau. „Eine so kurzfristige Entscheidung ohne Übergangsfinanzierung zerstört Strukturen, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden, und lässt Frauen, die auf Unterstützung angewiesen sind, im Stich.“

Söder-Fotos und Baerbock-Frisur: So viel Steuergeld ist geflossen

Die X Nutzerin kritisierte gleichzeitig die Gewichtung der Staatsausgaben im Hinblick auf Aufnahmen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Vor rund anderthalb Jahren geriet er in die Schlagzeilen, als darüber berichtet wurde, dass der Freistaat – und demnach der Steuerzahler – rund 220.000 Euro für Fotos von ihm und seiner Arbeit ausgegeben habe. Sprich 74.373 Euro mehr als die Kölner Frauen-Vereine in diesem Jahr Unterstützung für ihre Arbeit erhielten.

Auch Annalena Baerbock fiel in diesem Zusammenhang schon einmal durch die Ausgaben für Make-up und Frisur auf. So beauftragte ihr Außenministerium Maskenbildner für rund 137.000 Euro.