Beim Kurznachrichtendienst X hat sich eine Nutzerin darüber beschwert, dass es im neuen Haushalt der Rheinmetropole Köln eine Zuschussstreichung für Frauen-Hilfsvereine geben könnte. Zugleich sei allerdings genug Geld da, um auf Kosten des Steuerzahlers Hochglanzfotos von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder produzieren zu können.
Konkret wurden Kölner „Frauenprojekte“ im Jahr 2023 mit 142.800 und 2024 mit 145.627 Euro bezuschusst. Im Entwurf der Stadtverwaltung für die kommenden beiden Jahre steht in der Spalte der Fördergelder nun aber eine Null, wie der Stadt-Anzeiger berichtet.
Ein Größenvergleich:
— Milla Schön 🐦 (@MillaSchoen) December 10, 2024
Markus Söder gibt für Fotos mehr aus, als die Kölner Frauenhilfevereine bräuchten um ihre Arbeit fortzuführen. Den Vereinen werden die Mittel nun nach 30 Jahren des Engagements gestrichen, die Söderschen Fotos werden wir weiter sehen. pic.twitter.com/Adw81hPkfm
„In einer Zeit, in der bundesweit die Zahlen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf ein erschreckendes Hoch ansteigen und fast täglich eine Frau Opfer von Femizid wird, fühlen sich die geplanten Streichungen in den Frauenhilfestrukturen wie ein Schlag ins Gesicht an“, schreiben die vier betroffenen Kölner Vereine in einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker und den Sozialdezernenten Harald Rau. „Eine so kurzfristige Entscheidung ohne Übergangsfinanzierung zerstört Strukturen, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden, und lässt Frauen, die auf Unterstützung angewiesen sind, im Stich.“
Söder-Fotos und Baerbock-Frisur: So viel Steuergeld ist geflossen
Die X Nutzerin kritisierte gleichzeitig die Gewichtung der Staatsausgaben im Hinblick auf Aufnahmen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Vor rund anderthalb Jahren geriet er in die Schlagzeilen, als darüber berichtet wurde, dass der Freistaat – und demnach der Steuerzahler – rund 220.000 Euro für Fotos von ihm und seiner Arbeit ausgegeben habe. Sprich 74.373 Euro mehr als die Kölner Frauen-Vereine in diesem Jahr Unterstützung für ihre Arbeit erhielten.


