Nach dem mutmaßlich linksextremistischen Anschlag auf die Berliner Stromversorgung Anfang des Monats hat der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CDU) offenbar eine Belohnung für Hinweise zu der linksextremistischen „Vulkangruppe“ ausgelobt. Wie die Bild-Zeitung berichtete, soll eine hohe Belohnung Mitwisser aus der Deckung locken.
Seit 15 Jahren verübt die sogenannte Vulkangruppe Anschläge in Berlin. Im Mai 2011 zündete die Gruppe eine Kabelbrücke am Bahnhof Ostkreuz an. Die Folge waren schwere Störungen im Zugverkehr und ein Ausfall von Mobilfunk und Internet.
Vulkangruppe verübte mehrere Anschläge in Berlin
Es folgten weitere Brandanschläge, auch auf Bahnstrecken. Mehrere Brandanschläge hatten auch Stromausfälle zur Folge. Bis heute wurde kein Mitglied der Gruppe festgenommen.
Kurz nach dem jüngsten Anschlag auf die Berliner Stromversorgung tauchte ein Bekennerschreiben der Vulkangruppe auf, die auch diesen Angriff für sich reklamierte. Die Bundesanwaltschaft übernahm dazu die Ermittlungen.
Mit der Auslobung einer Belohnung will der Innenminister jetzt offenbar den Druck auf das Helfersystem der Vulkangruppe erhöhen. „Bundesinnenminister Dobrindt befürwortet eine hohe finanzielle Belohnung für Hinweise zur Ermittlung der linksterroristischen Täter der Vulkangruppe des Anschlags auf das Berliner Stromnetz“, so ein Sprecher des Innenministeriums gegenüber der Bild-Zeitung.


