Anschlag der Vulkangruppe

Stromterror in Berlin: Warum Behörden versagen und linksextreme Attentäter davonkommen

Seit 15 Jahren terrorisieren Linksextremisten der Vulkangruppe die Stadt. Doch Politik und Justiz setzen Prioritäten anderswo. Eine Betrachtung.

Eine Berlinerin geht mit Handylicht durch den dunklen Bahnhof Wannsee.
Eine Berlinerin geht mit Handylicht durch den dunklen Bahnhof Wannsee.Michael Kappeler/dpa

Es geschah schon das zweite Mal innerhalb weniger Monate und das dritte Mal innerhalb von drei Jahren: Linksextremisten zündeten Hochspannungskabel an und verursachten im Südwesten Berlins einen Kurzschluss, der zu einem folgenreichen Stromausfall führte. Er hält wohl noch bis Donnerstag an und wäre der längste seit Kriegsende.

Im September 2025 verübten Linksextremisten einen Brandanschlag mit Kurzschluss auf zwei 110-kV-Kabel in Johannisthal. 50.000 Haushalte waren teils mehrere Tage ohne Strom. Zu dem Anschlag bekannte sich die linksextreme Vulkangruppe.

Bereits im März 2024 hatten Kabel an einem Hochspannungsmast gebrannt, der das Tesla-Werk bei Grünheide mit Strom versorgte. Die Produktion ruhte tagelang, Tausende Haushalte in Brandenburg und in Berlin-Köpenick waren ohne Strom. Zu dem Anschlag bekannte sich die linksextreme Vulkangruppe.

Berliner Zeitung

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