Die Elsenbrücke zwischen Treptower Park und Ostkreuz zählt zu den meistbefahrenen Spree-Übergängen Berlins. Seit Jahren rollen Zehntausende Fahrzeuge täglich über zwei provisorische Behelfsbrücken. Mit der Eröffnung der A100-Verlängerung bis Treptow hat sich die Verkehrslage weiter verschärft – Dauerstau gehört mittlerweile zum Alltag.
Eigentlich sollte der Neubau ab Ende Januar schrittweise in Betrieb gehen. Geplant waren zunächst zwei Fahrstreifen pro Richtung, später sogar drei Spuren sowie separate Rad- und Fußwege. Doch daraus wird vorerst nichts, wie der Berliner Kurier berichtet.
Frost stoppt Bauarbeiten
Auf Anfrage des SPD-Abgeordneten Alexander Freier-Winterwerb teilte die Verkehrsverwaltung mit, dass „außergewöhnliche Witterungsverhältnisse" den Zeitplan durchkreuzt hätten. „Wir befanden uns auf der Zielgeraden und benötigten lediglich noch 14 frostfreie Tage", heißt es in der Antwort der Behörde.
Konkret fehlen noch Abschlusskanten zur Behelfsbrücke, Betonierarbeiten an mehreren Bauteilen sowie der Asphalteinbau auf der Brückenoberfläche. Das Problem: Die Arbeiten können frühestens nach drei aufeinanderfolgenden frostfreien Tagen beginnen. Anschließend seien zwei weitere Wochen mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt erforderlich.
„Insofern lässt sich derzeit nicht festlegen, wann die Inbetriebnahme erfolgt", lautet die wenig konkrete Prognose der Verwaltung.
SPD kritisiert Informationspolitik
Freier-Winterwerb zeigte zwar Verständnis für die Witterungsprobleme: „Winter ist Winter – Wetter kann man nicht wegdiskutieren." Die mangelhafte Kommunikation der Verkehrsverwaltung sei jedoch nicht hinnehmbar.
Sein Parteikollege Sven Heinemann schloss sich der Kritik an: „Wenn kein konkreter Termin benannt werden kann, braucht es wenigstens eine ehrliche Kommunikation über die nächsten Schritte, statt immer neuer Verschiebungen."


