Nachdem Schauspielerin Collien Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat, hat sich nun dessen langjähriger Kollege und enger Freund Fahri Yardim positioniert. Der Schauspieler, der gemeinsam mit Ulmen in der Comedyserie „Jerks" vor der Kamera stand und mit ihm auch die MagentaTV-Werbung drehte, beschreibt darin seine tiefe Erschütterung – und sein Ringen um eine klare Haltung.
„Ich bin genauso geschockt wie viele andere. Ich bewundere Colliens Mut", schreibt Yardim auf Instagram. Er sei dankbar für den Zuspruch, den Fernandes erhalte, und fühle mit ihr. Er würdigt ausdrücklich, wie sie „ihre persönliche Geschichte in eine Kraft übersetzt, die echte strukturelle Veränderung möglich macht". Zuvor berichtete auch die Bild.
Gleichzeitig erklärt Yardim, warum er sich erst jetzt äußert: Er habe Zeit gebraucht und „konnte nicht anders". Die Freundschaft zu Ulmen macht die Situation für ihn offenkundig besonders belastend. „Vielleicht gibt es eine Ahnung davon, was es bedeutet, wenn sich solche Abgründe im engen Freundeskreis auftun. Wie besonders der Schock gerade dort ist", so Yardim.
Yardim ringt öffentlich mit seiner Positionierung
In seinem Statement legt Yardim offen, wie zerrissen er nach den Vorwürfen gegen Ulmen ist. Ihm sei bewusst, dass sein bisheriges Zögern bei einer Stellungnahme „nicht neutral" sei und beeinflusse, „welche Deutungen Gewicht bekämen". Die öffentliche und die persönliche Ebene existierten gleichzeitig, schreibt er. „Diese Gleichzeitigkeit ließ sich für mich nicht in eine schnelle, eindeutige Position übersetzen."
Ulmen selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Sein Anwalt erklärt, dass die Unschuldsvermutung gelte, und bezeichnet die Berichterstattung des Spiegel als „nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig". Es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung" verbreitet. Rechtliche Schritte gegen das Nachrichtenmagazin seien bereits eingeleitet worden.


