Pendler in Berlin sollten sich aufgrund des Warnstreiks im Nahverkehr heute abermals auf längere Fahrzeiten einstellen. Laut der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) wird ein erhöhtes Verkehrsaufkommen erwartet.
So dauert es am Morgen beispielsweise auf der Landsberger Allee 15 Minuten länger, wie die VIZ schreibt.
#STAU auf der Landsberger Allee stadteinwärts aktuell +15 MIn
— Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ Berlin) (@VIZ_Berlin) February 21, 2025
Auch im S-Bahnverkehr kommt es zu Einschränkungen. Nach einem Wasserrohrbruch besteht weiterhin zwischen Spindlersfeld und Schöneweide ein Ersatzverkehr mit Bussen. Betroffen ist die Linie S47.
Wegen Bauarbeiten nach einem #Wasserrohrbruch ist die #S47 weiterhin zwischen #Spindlersfeld und #Schöneweide unterbrochen. Ein #Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet.
— Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ Berlin) (@VIZ_Berlin) February 21, 2025
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Viele Mülltonnen werden heute nicht abgeholt
Nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) stehen Straßenbahnen, U-Bahnen sowie die meisten Busse still. Viele Menschen dürften demnach aufs Auto oder das Fahrrad ausweichen – und das bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt am frühen Morgen sowie teils überfrierendem Regen.
Hintergrund des Ausstands ist die laufende Tarifrunde für rund 16.000 Beschäftigten der BVG. Zusätzlich ruft die Gewerkschaft Verdi unter anderem zum Warnstreik bei der Stadtreinigung auf – mit spürbaren Folgen für die Berliner.
Wie die Berliner Stadtreinigung (BSR) mitteilte, werden heute „wahrscheinlich die Restabfall- und Bioguttonnen sowie – im BSR-Zuständigkeitsbereich – die Wertstofftonnen nicht geleert“. Dies geschehe dann erst beim nächsten regulären Termin. Zudem bleiben demnach voraussichtlich alle 14 Recyclinghöfe geschlossen. Auch bei der Straßenreinigung gebe es erhebliche Einschränkungen, ein Notdienst erledige den Winterdienst.
Darüber hinaus ruft Verdi heute zu Warnstreiks bei den Wasserbetrieben, dem Stromnetz sowie bei Berliner Energie und Wärme auf. Für den Vormittag plant die Gewerkschaft eine Demonstration mit mehreren Tausend Teilnehmern vor dem Roten Rathaus.
Der 48-stündige Warnstreik bei der BVG läuft bereits seit gestern Morgen. Am Samstag gegen 3 Uhr soll der Nahverkehr dann wieder anlaufen. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und der BVG ist für kommenden Mittwoch geplant.


