Verteidigungsbündnis

Bundesregierung nominiert Carsten Breuer als Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses

Die Bundesregierung will den Generalinspektor der Bundeswehr, Carsten Breuer, zum Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses machen.

General Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr
General Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehrdts Nachrichtenagentur/imago

Die Bundesregierung hat den Generalinspektor der Bundeswehr, Carsten Breuer, als neuen Nato-Militärchef nominiert. Das teilte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Donnerstag vor Beginn des Verteidigungsministertreffens in Brüssel mit.

Breuer habe in den vergangenen Jahren einen „wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands voranzubringen“, betonte Pistorius. Der Generalinspekteur habe sich „aufgrund seiner analytischen Fähigkeiten und seines Weitblicks“ einen Namen gemacht und „wird hoch geschätzt und hat deshalb zahlreiche Unterstützer“, fügte der Minister hinzu.

Der Nato-Militärausschuss ist das höchste militärische Gremium der Nato. Er setzt sich aus den Generalstabschefs der Mitgliedstaaten (bzw. deren ständigen militärischen Vertretern in Brüssel) zusammen und berät den Nordatlantikrat in allen militärischen Fragen. Der Ausschuss gibt strategische Empfehlungen, koordiniert militärische Angelegenheiten des Bündnisses und erteilt Richtlinien an die beiden strategischen Nato-Kommandos.

Breuer ist seit März 2023 Generalinspekteur der Bundeswehr und damit der ranghöchste Soldat Deutschlands. Der 58-jährige General übernahm das Amt von seinem Vorgänger Eberhard Zorn, der diese Position seit April 2018 innehatte. Vor seiner Ernennung zum Generalinspekteur war Breuer Befehlshaber des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr, das er selbst aufgebaut hatte. Bekanntheit erlangte er auch als Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt.