Die deutsche Tochter des schottischen Craft-Bier-Herstellers Brewdog steht vor dem Ende. Nach Informationen der Berliner Morgenpost will das Unternehmen Anfang dieser Woche beim Amtsgericht Berlin Insolvenz anmelden.
Betroffen sind die Brauerei in Berlin sowie die verbliebenen Gastronomiestandorte in Berlin und Hamburg. Die Bar in Friedrichshain sowie die Filiale in Wiesbaden waren bereits zuvor geschlossen worden.
Hintergrund ist die schwere Krise des Mutterkonzerns. Dieser realisierte letztes Jahr einen Jahresverlust von 37 Millionen Pfund (42 Millionen Euro). Der Konzern war in den letzten Jahren stark international expandiert. Unter anderem wurden Bars in den USA und mehreren Ländern Europas eröffnet. Nach Berlin kam Brewdog bereits 2016 mit seiner ersten Bar. Seit 2020 produzierte das Unternehmen in der Stadt sein eigenes Craft-Bier. Aber der Rückgang des Bierkonsums in Europa konnte die Firma wohl wenig entgegensetzen.
Insolvenzverwalter für Abwicklung bereits bestellt
Mitgründer und CEO James Watt informierte die Belegschaft per E-Mail über die Schritte. Die Insolvenz sei notwendig, um der Marke eine geordnete Neuausrichtung zu ermöglichen, schrieb Watt laut Medienberichten. Konkrete Ursachen nannte das Unternehmen nicht, kündigte aber Gespräche mit potenziellen Investoren an.
Die Gehälter für Februar werden nicht regulär ausgezahlt. Stattdessen sollen die Beschäftigten Insolvenzgeld über die Bundesagentur für Arbeit erhalten. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter begleitet das Verfahren.


