Feuerwehreinsatz

Verdacht der Brandstiftung wegen Israel-Flaggen: Großbrand bei deutscher Baustofffirma

Das Feuer zerstörte Gebäude und Fahrzeuge eines Baustoffhändlers in Korntal-Münchingen bei Stuttgart. Was wissen die Ermittler derzeit über die mögliche Brandstiftung?

Ein Feuerwehrmann löscht einen Brand.
Ein Feuerwehrmann löscht einen Brand.Marius Schwarz/imago

Bei einem mutmaßlichen Brandanschlag auf einen Baustoffhändler bei Stuttgart ist am Sonntag ein Millionenschaden entstanden. Wie mehrere Medien berichten, brannten in Korntal-Münchingen ab etwa 6.30 Uhr mehrere Silos, ein Gebäude sowie drei Lastwagen. Laut SWR ist eine Beladehalle bei dem Feuer komplett abgebrannt. Der entstandene Sachschaden wird unter Berufung auf Ermittler derzeit mit 1,5 Millionen Euro angegeben.

Wie t-online schreibt, schließen die Ermittler zur Stunde Brandstiftung nicht aus, die genauen Hintergründe des Feuers sind weiter unklar. Sollte es sich um einen Brandanschlag handeln, war er womöglich politisch motiviert. An dem Firmensitz hingen seit Oktober klar sichtbar israelische Flaggen. Ein Zusammenhang wird derzeit geprüft. Verletzte gibt es nach derzeitigem Stand nicht zu beklagen.

Löscharbeiten noch nicht ganz abgeschlossen

Wie die örtliche Polizei am Mittag erklärte, richtete die Feuerwehr eine Brandwache ein, da die Löscharbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Die Ermittler suchen nach Zeugen, die in den frühen Morgenstunden verdächtige Wahrnehmungen gemacht oder Personen gesehen haben.

Die USA griffen in der vergangenen Nacht an der Seite Israels in den Krieg mit dem Iran ein und zerstörten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Irans „entscheidende Anlagen zur Urananreicherung“. Die iranische Führung drohte daraufhin mit Konsequenzen. Bundeskanzler Merz rief den Iran derweil dazu auf, mit den USA und Israel in diplomatische Verhandlungen zu treten. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sieht allerdings nach den amerikanischen Angriffen auf iranische Atomanlagen kaum Raum für Diplomatie.