Automobilindustrie

Trotz Strafzöllen: BMW verzeichnet Absatzrekord in den USA

Während die meisten deutschen Autobauer in den USA verlieren, legt BMW deutlich zu. Das liegt auch an dem Produktionsstandort in South Carolina.

BMW hat in den USA 2025 einen Rekordabsatz in den USA verzeichnet.
BMW hat in den USA 2025 einen Rekordabsatz in den USA verzeichnet.Lars Penning/dpa

Der Autohersteller BMW hat seinen Umsatz in den USA im vergangenen Jahr deutlich gesteigert und sich damit vom schwierigen Umfeld der Branche abgesetzt. Das Unternehmen gab heute bekannt, dass der Absatz der Marke BMW erreichte mit knapp 389.000 Fahrzeugen den dritten Jahresrekord in Folge, ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Strafzölle der US-Regierung hatten die deutschen Autohersteller zuletzt belastet. Ein großer Teil der von BMW in den USA verkauften Fahrzeuge wird aber in einem Werk im US-Bundesstaat South Carolina hergestellt. Dadurch ist der Konzern weniger stark von US-Zöllen auf Autoimporte betroffen, die andere Hersteller treffen.

Andere deutsche Marken verzeichneten weniger positive Zahlen. Audi lag in den USA 2025 bei einem Absatzrückgang von 16 Prozent, im vierten Quartal waren es 36 Prozent. Auch Mercedes-Benz registriert sinkende Verkaufszahlen im Premiumsegment, während der gesamte deutsche Autosektor unter hohem Kosten- und Wettbewerbsdruck steht.

Branchenweit zeigt sich ein widersprüchliches Bild: Absatz und Umsatz von Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz blieben insgesamt weitgehend stabil. Vorwiegend in der zweiten Jahreshälfte gelangen sogar partielle Steigerungen. Doch die Gewinne brachen massiv ein. Im dritten Quartal sank der operative Gewinn der deutschen Hersteller um rund 76 Prozent. Hohe Investitionen in Elektromobilität, Zölle und schwächere Nachfrage drücken die Margen. Am wenigsten sank der Gewinn von BMW zurück. Dieser ging nur um knapp unter 30 Prozent zurück. (mit dpa)