Die Einsatzzahlen von Tasern bleiben bei der Berliner Polizei im letzten Jahr weitgehend stabil. Aber die Zahl der durch Taser verletzten Personen hat sich nahezu verdoppelt. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage des Grünen-Abgeordneten Vasili Franco an die Innenverwaltung hervor, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.
Demnach wurden 2025 insgesamt 58 Menschen bei Tasereinsätzen verletzt. Im Vorjahr waren es noch 32. Die Gesamtzahl der Einsätze lag wieder bei um die 150. Damit blieb die Anzahl der Anwendungen weitgehend stabil. Die Innenverwaltung wies darauf hin, dass die Statistik noch nicht vollständig sei, da offene Vorgänge bislang nicht erfasst wurden.
Elektroschocks statt Schusswaffe
Taser, offiziell als Distanzelektroimpulsgeräte bezeichnet, geben aus geringer Entfernung Elektroschocks ab und machen Getroffene in der Regel kurzfristig handlungsunfähig. Sie sollen Einsatzkräften ermöglichen, sich gegen Angreifer zu verteidigen, ohne zur Schusswaffe greifen zu müssen.
Der Grünen-Abgeordnete Franco kritisierte den Umgang der Berliner Innenverwaltung mit den Zahlen. „Dass die Tasereinsätze zu immer mehr Verletzten führen, scheint für die Innenverwaltung völlig irrelevant zu sein“, sagte er mit Blick auf die Antworten auf seine Anfrage.


