Flugebtrieb

Nach Warnstreik: Zusätzliche Flüge vom BER geplant

Nach dem Warnstreik am Mittwoch läuft der Flugbetrieb wieder. Passagiere müssen sich auf etwas mehr Andrang einstellen.

Am Donnerstagmorgen wurde der Flugbetrieb am BER wieder aufgenommen.
Am Donnerstagmorgen wurde der Flugbetrieb am BER wieder aufgenommen.Michael ukas/dpa

Der Berliner Flughafen BER hat nach dem ganztätigen Warnstreik am Mittwoch den Flugbetrieb wieder aufgenommen. Die ersten Flugzeuge hoben gegen 6 Uhr ab, wie aus den Fluginformationen auf der Internetseite des BER hervorgeht. Darunter waren Flüge nach Paris, Catania und Mailand.

Gerechnet werde mit rund 80.000 Passagieren und damit einem normalen Verkehrstag, teilte die Flughafen-Gesellschaft am Mittwochabend mit.

Streik am BER: 450 Starts und Landungen fielen aus

Im Tagesverlauf seien etwa 570 Flüge geplant, hieß es. Airlines hätten bisher insgesamt 29 zusätzliche Starts und Landungen angesetzt, um Reisende zu befördern, die am Mittwoch wegen des Warnstreiks nicht fliegen konnten.

Der Passagier-Betrieb war am Mittwoch aufgrund des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi vollständig lahmgelegt. Fast 450 Starts und Landungen fielen aus, Zehntausende Fluggäste waren betroffen.

Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) erhöhen. Verdi fordert für die rund 2.000 FBB-Beschäftigten unter anderem sechs Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe oder Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für kommenden Woche Mittwoch angesetzt. Das Angebot der Arbeitgeber sieht laut einer Mitteilung von Verdi eine Tariferhöhung ab Juli 2026 von einem Prozent, ab Juli 2027 von 1,5 Prozent und ab Mai 2028 von einem Prozent mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2028 vor. Verdi bezeichnete dieses Angebot als „nicht ernsthaft“. Die Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. (mit dpa)