Inflation

Berliner Bäder-Betriebe: Das Sommerticket ist abgeschafft

Das Berliner Sommerticket für 20 Eintritte ist Geschichte. Stattdessen gibt es ein neues Abomodell und Rabatte bei Onlinebuchungen. Aber wer profitiert von den neuen Bezahlmodellen?

Die Bäder-Betriebe haben das Sommerticket eingestellt.
Die Bäder-Betriebe haben das Sommerticket eingestellt.IMAGO / Berlinfoto

Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) haben die populäre Sommermehrfachkarte ersatzlos gestrichen. Das Ticket ermöglichte 20 Freibadbesuche für 60 Euro. Das entsprach drei Euro pro Eintritt. Wie die BBB dem rbb bestätigten, ist die Karte seit der neuen Tarifsatzung vom Mai 2025 nicht mehr vorgesehen.

Gesondert informiert wurden die Badegäste über das Aus nicht. Auf der BBB-Website findet sich lediglich der dürftige Vermerk: „Es können keine Sammelkarten mehr erworben werden.“ Dass damit auch das Sommerticket gemeint ist, wird nicht erklärt. Dabei stieg die Nachfrage zuletzt deutlich: 2025 verkauften die BBB laut Berichten rund 20.500 Karten. Und das trotz stark sinkender Besucherzahlen in Folge des kühlen und verregneten Sommers.

Als Ersatz verweist BBB-Sprecherin Claudia Blankennagel auf Onlinerabatte. Die beträgt bis zu 20 Prozent, je nach Auslastungsgrad des Schwimmbades. Insbesondere zu den Hauptzeiten dürfte damit der Rabatt eher in Richtung fünf Prozent gehen. Selbst bei vollem Rabatt liegt der günstigste Tagespreis dann bei 4,80 Euro. Aber nur wenn man pünktlich ist, wird das Zeitfenster für den Eintritt verpasst verfällt das Ticket. Auch andere Rabattkarten wie das Abendticket für 3,50 Euro wurden abgeschafft.

Abos statt Einzelkarten

Vielschwimmern bleibt immer noch ein monatliches Abo. Ab 30 Euro bzw. ermäßigt 23 Euro kann hier zweimal die Woche in ausgewählten Bädern geschwommen werden. Wer gerne alle Bäder zu jeder Zeit nutzen möchte, muss schon 38 Euro monatlich überweisen. Die Mindestlaufzeit beträgt drei Monate.

Gelegenheitsschwimmer und ältere Menschen ohne Digitalaffinität trifft die Umstellung besonders, wie betroffene Badegäste gegenüber der taz beklagten.